Typisch Wien?!

ist wien berühmt für sein raunzen?

Bild von Jörg Peter auf Pixabay.com
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Laut weit verbreiteter Meinung ist Wien bekannt für das Raunzen. Der "Wiener Grant" wird teilweise sogar als Weltkulturerbe gesehen. Ist das tatsächlich so?

Laut "Expat City Ranking" belegt Wien Platz 65 von 72 der unfreundlichsten Städte. (siehe orf.at) Also dürfte doch etwas dran sein, oder?

Ich habe auch so meine Erlebnisse, allerdings möchte ich auch positive Geschichten erzählen, denn meine Devise lautet: "Die Freundlichkeit steigt proportional zur Entfernung von Wien!"

Diese mühselige Arbeitsmoral, dieses Sudern und Raunzen. "Warum muss ich heute im Geschäft stehen?" "Warum sind so viele Menschen hier?" "Wieso muss ich alles nachschlichten?" "Wieso muss ich den Kunden die Produkte zeigen? Die können ja selbst suchen!" "Wieso kommen 10 Minuten bevor ich zusperren möchte noch immer Kunden?!" "Furchtbar!" "Ich hasse Menschen!" Dies ist ein kleiner Auszug an typischen Aussagen, welche der Bundeshauptstadt und der in Nähe befindlichen Ortschaft zuzuordnen sind. Mir ist natürlich bewusst, dass ich nicht alle Menschen, Lokale und Geschäft in einen Topf werfen darf, jedoch ist dies mein subjektives Empfinden. Vielleicht liegt es doch an der subjektiven Wahrnehmung á la "Ich höre das, was ich hören möchte?!". Allerdings kann ich dem entgegenhalten, was sich letzten Jahres ereignete. Ich befand mich in den Sommermonaten in einem westlichen Bundesland. Als ich das Geschäftslokal einer bekannten Supermarktkette betrat, konnte ich meinen Ohren nicht trauen. Ein Verkäufer stoppte das Schlichten, sah in meine Richtung und rief: "Seawas, grias di! Kann i da was höfen? Brauchst was?" Ich habe nicht angenommen, dass er mich meinte und drehte mich um. (Vielleicht stand ja ein guter Bekannter des Verkäufers hinter mir.) Aber nein, er meinte schon mich. Just in diesem Moment habe ich realisiert, dass es noch Mitarbeiter gibt, welche ihren Job noch immer liebend gerne machen. Man muss nur etwas dem "Wiener Grant" entfliehen.


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